GOETZ-Areal in Brand/Bayern

Revitalisierung einer historischen Industriestätte

Die Ehemalige Bahnstrecke Neusorg–Fichtelberg

(1890 - 1976/1984)

20. Dezember 1890 -

Die Endstation Fichtelberg lag 650,75 Meter über dem Meeresspiegel und war damit der höchst gelegene Bahnhof im Fichtelgebirge. Fichtelberg erhielt einen Wasserkran, der zum "Betanken" der Dampflokomotiven benötigt wurde, sowie einige Jahre später eine Lokomotiven-Remise und ein Wohnhaus, um Fahrpersonal eine Übernachtungsmöglichkeit zu bieten.

1943 -

Der Nebengleisanschluss an das GOETZ-Werk erfolgte in diesem Kriegsjahr. 

Hauptgrund hierfür dürfte seinerzeit die Auslagerung der kriegswichtigen chemischen Fabrik; Schülke & Mayr AG
aus hamburg 
gewesen sein.


Bereits 1913 bringt das Unternehmen sagrotan® auf den Markt, das erste Markendesinfektionsmittel für den Endverbrauchermarkt. 

Nach 1945 wurde das Unternehmen nach Hamburg zurückverlegt. Lediglich einige Maschinen verblieben bis 1950 zur Herstellung von Tabletten in 
W-8591 Brand/Oberpfalz
hist. Postleitzahl)

Bahnhof BRAND/Oberpfalz
1967 (Foto: Helmut Dahlhaus)

Der erste "Agent" des Bahnhofs in Brand hieß Christof Pürner. Er war von der Eröffnung bis 1908 dort beschäftigt. Am 1. Januar 1962 übernahm als letzter Bahnhofsvorsteher Hermann Pfreundtner aus Ebnath die anfallenden Aufgaben. Dann wurde der Bahnhof nur noch sporadisch durch Aushilfskräfte besetzt.

Das Foto zeigt Christoph Erhard, der auf eine Fischlieferung wartete, die er dann im Dorf verkaufte..

Ca. 1967, Bahnhof Ebnath,

Die Dame neben der Lok hieß Victoria Scharf und war in Ebnath unter dem Namen "Messner-Viti" bekannt. Sie verkaufte Fahrkarten an die Reisenden.

12. August 1971, Lokomotive 064 389 zw. Neusorg und Brand.
(Foto: Helmut Dahlhaus)

Den Betriebsdienst übernahmen zwei Lokomotiven, vier Personenwagen der zweiten und dritten Wagenklasse, ein Post- und Packwagen sowie zwei Gepäckwagen. Die Bahnhofsgebäude von Ebnath, Brand und Unterlind waren baugleich; es gab dafür Normen der Staatsbahn. Um die Betriebskosten so gering wie möglich zu halten, wurden die Stationen von Ortsansässigen geleitet. So konnte auf Dienstwohnungen verzichtet werden.

Am 30. Mai 1976

hörte der Personenverkehr auf der Schiene ganz auf. 
Der Güterverkehr hielt sich noch bis zum 30. September 1984, 
der Betrieb eines Anschlussgleises jenseits von Brand zur ehemaligen Papierfabrik Goetz fand bis zum Jahresende 1984 statt.

1971, Lokomotive 064 389
(Foto: Helmut Dahlhaus)

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Die Nebenbahnstrecke Verband als südlichste Stichbahn ins Fichtelgebirge die Gemeinde Fichtelberg im oberfränkischen Landkreis Bayreuth mit dem Bahnhof Neusorg im oberpfälzischen Landkreis Tirschenreuth an der Hauptbahn Nürnberg–Cheb. Die normalspurige, eingleisige Lokalbahn war 14,7 km lang und wurde am 20. Dezember 1890 durch die Bayerische Staatsbahn eröffnet.



Quellen: eig. Rechereche/Wikipedia/ONETZ.de